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Rund ums Bier
Rund ums Bier
BIERSORTEN

Die beliebtesten Biersorten in Deutschland

Die deutschen Brauer haben es mit großem brautechnischen Fingerspitzengefühl, und Innovationsfreude verstanden, aus den im Reinheitsgebot festgeschriebenen Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe eine Sorten- und Markenvielfalt zu schaffen, die in der Welt ihres Gleichen sucht. In Deutschland gibt es über 1.300 Braustätten, die zusammen etwa 5.000 verschiedene Biere herstellen: Wahrhaft paradiesische Zustände für alle Bierfreunde, die in Deutschland - rein theoretisch - mehr als 13,5 Jahre lang jeden Tag ein neues Bier probieren und genießen könnten!

Altbier

Altbier hat seine Heimat im Regierungsbezirk Düsseldorf, einem Gebiet, das im Westen und Norden bis zur holländischen Grenze reicht. Alt ist ein klassisches Vollbier. Es wird mit einer Stammwürze von durchschnittlich 11,5 Prozent gebraut und hat einen Alkoholgehalt von etwa 4,8 Prozent. Alt hat einen erfrischend herben Geschmack, der sich bei einer Temperatur zwischen acht und zehn Grad am besten entfaltet.

Berliner Weisse

Die Berliner Weisse ist ein spritziges obergäriges Bier, das mit einer Mischung aus Weizen- und Gerstenmalz gebraut wird. Pur schmeckt die Berliner Weisse leicht säuerlich, sie wird deswegen gern mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup getrunken. Berliner Weisse „rot” oder „grün” ist vor allem im Sommer beliebt, denn sie ist spritzig, erfrischend und lässt sich wunderbar durch einen Strohhalm genießen.  Die Berliner Weisse ist ein Schankbier, das mit einem Stammwürzegehalt von sieben bis acht Prozent eingebraut wird. Der Alkoholgehalt liegt dann bei etwa 2,8 Prozent, ein Bier also, das nicht so leicht zu Kopf steigt.

Bockbier

Bockbier ist ein leicht dunkles, vollmundiges Bier mit einem kräftigen Malzgeschmack. Bockbier kommt auf einen Alkoholgehalt von rund sieben Prozent, der Doppelbock weist noch höhere Werte auf. Hier liegt die Stammwürze bei mindestens 18 Prozent und der Alkohol bei mehr als 7,5 Prozent.

Kölsch

24 Brauereien unterzeichneten im März 1986 die "Kölsch-Konvention". Mit ihr wurde "Kölsch" als geschützte geographische Herkunftsbezeichnung festgeschrieben. Das Bundeskartellamt erkannte diese Wettbewerbsregeln des Kölner Brauereiverbandes e.V. an, und damit dürfen nur diese Brauereien aus Köln und dem direkten Umland Kölsch brauen. Das helle, hochvergorene, obergärige Vollbier zeichnet sich nicht nur durch Qualität, Geschmack oder feines Aroma aus.

Dunkles Lagerbier und dunkles Export

Das dunkle Lagerbier ist genau wie sein heller „Bruder” ein untergärig gebrautes Vollbier, dessen Stammwürzegehalt zwischen zehn und 14 Prozent liegt. Das ergibt einen Alkoholanteil zwischen 4,6 und 5,6 Volumenprozent. Dunkel wird unter Verwendung von mindestens 50 Prozent dunklem Malz, dem sogenannten „Münchner Typ”, hergestellt. Dunkles Lagerbier hat ein malziges Aroma und einen runden, leicht süßlichen Geschmack.

Helles Lager/Export

Helle Lagerbiere haben einen Alkoholgehalt von 4,6 bis 5,6 Prozent. Helles Exportbier hat etwa 65 Kilokalorien (275 kJ) auf 0,1 Liter. Helle Lagerbiere sind etwas weniger stark gehopft und schmecken ein wenig süß. Sie sind blank gefiltert und meist von hellgelber Farbe – daher die Bezeichnung „Helles”. Gebraut werden diese Biere vor allem in Bayern und Baden-Württemberg.

Pils

Mit einer Stammwürze von rund elf Prozent und einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent ist Pils ein Vollbier. Pils ist mit Abstand die beliebteste Biersorte in Deutschland. Sein Anteil am gesamten Bierausstoß liegt bei mehr als 65 Prozent.

Schwarzbier

Schwarzbier kein Starkbier. Es wird mit einer Stammwürze von mindestens elf Prozent gebraut und gehört damit zu den Vollbieren. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8 bis 5 Prozent. Hergestellt wird es auf der Grundlage alter, traditionsreicher Rezepturen, unter Einsatz modernster Technologie und dem entsprechenden Know-how. Seine tiefdunkle Farbe erhält Schwarzbier ausschließlich durch die Verwendung von dunklen Spezial- oder Röstmalzen.

Weizenbier

Weizenbier muss mindestens 50 Prozent Weizenmalz enthalten. Da es bei der Lagerung hoch gespundet wird, hat es relativ viel Kohlensäure. Dies und der fruchtige Geschmack machen dieses Bier so erfrischend. Deshalb ist es im Sommer besonders beliebt, wenn Jung und Alt in Biergärten und auf Restaurant-Terrassen zusammenkommen. Weizenbier ist wohl das bayerischste aller Biere, seine Hochburg liegt eindeutig in Bayern.

Alkoholfreies Bier

Ein winziger Rest Alkohol ist zur geschmacklichen Abrundung auch im alkoholfreien Bier enthalten. Ein Bier darf als „alkoholfrei” bezeichnet werden, wenn der Alkoholgehalt höchstens 0,5 Prozent beträgt. Selbst Fruchtsäfte dürfen nach dieser Vorgabe Spuren von Alkohol enthalten: So dürfen zum Beispiel Traubensäfte bis zu 1 % und Erfrischungsgetränke bis zu 0,3 % vol. enthalten.

Leichtbier

Leichtbiere können einen Stammwürzegehalt von sieben bis zwölf Prozent haben. Entweder wird der entstandene Alkohol anschließend reduziert oder aber die Gärung nach speziellen Verfahren auf schonende Weise unterbrochen. Damit wird für das Leichtbier sowohl ein geringer Alkoholgehalt erzielt als auch die Kalorienzahl niedrig gehalten.

Malztrunk

Malzgetränke sind Vollbiere, die obergärig mit einer Stammwürze von meist elf bis zwölf Prozent gebraut werden. Der Brauprozess ist, was Wasser, Hopfen und Malz betrifft, der gleiche wie bei anderen Bieren. Der Hopfenanteil ist relativ gering - neben der Zugabe des Brauzuckers auch ein Grund für den süßeren Geschmack des Malztrunks. Die Hefe wird bei sehr niedriger Temperatur (fast auf dem Nullpunkt) zugegeben. Dadurch vergärt der Malzzucker nicht, das heißt: Es entsteht auch kein Alkohol. Zuckerkulör - eine Karamell-Lösung aus Rübenzucker - intensiviert die Farbe des Getränks.

Quelle und weitere Informationen: Deutscher Brauer Bund


     

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